Unser Jahr 2020

Jahresbericht 2020: TSV Lustnau, Abteilung Rehasport

Corona Jahr statt Jubiläumsjahr!

 

Nachdem wir coronabedingt sehr ausgebremst worden sind im Jahr 2020, kaum Sitzungen stattgefunden haben, ebenso wenig die vielen Freizeiten, gibt es eigentlich recht wenig zu berichten. Oder? Ihr werdet sehen, es war zumindest organisatorisch ein sehr lebhaftes Jahr. Und Flexibilität war das oberste Gebot des Jahres. Dabei hatten wir so Vieles schon geplant und organisiert für unser 25-jähriges Jubiläumsjahr!!!

Die Sportgruppen: Unsere Sportgruppen befanden sich genauso im Lock down wie alle anderen, zumindest zu Beginn. Schon Ende April organisierten wir wieder die walkinggruppe im Ehrenbachtal und eine weitere dazu, um den Coronavorschriften Rechnung zu tragen: nur 5 Personen und genügend Platz. Verena und ich wechselten uns ab und das walken wurde gut besucht. Jeder war froh, über diese Möglichkeit gemeinsam draußen zu sein und sich mal wieder auszutauschen. Und wir sind flott geworden!!!

Im Sommer dann die allgemeinen Erleichterungen und wir konnten zumindest wieder Badminton spielen in der KSH, mit ordentlicher Gymnastik davor. Aber alle anderen Gymnastikgruppen mussten ausfallen, weil diese Räumlichkeiten gesperrt waren! Alle! Die AOK, die Uniklinik, und der kleine Raum in der KSH. Auch auf unser beliebtes Gerätetraining im Sportinstitut müssen wir seit März verzichten!

So mussten wir komplett neue Räumlichkeiten suchen und wurden zum Glück fündig: mit der Fertigstellung der Neuen Gymnastikhalle in der Turnhalle Lustnau im September konnten wir wieder loslegen mit den Gymnastikgruppen mittwochmorgens (Mit Schwung in den Tag) und freitagabends (Bewegung mit Genuß). Und alle Teilnehmer und Übungsleiter schwärmen von der tollen neuen Gymnastikhalle! Wenige Wochen später wurden wir schon wieder ausgebremst! Das ist gar nichts für unsere Sportler. Auf meine sofortige Nachfrage beim Verband erfuhr ich, dass der Rehasport, also der ärztlich verordnete Sport erlaubt bleibt. Allerdings nützte uns das nichts, denn einige Hallen wurden geschlossen. Und so haben wir große Probleme, unsere Teilnehmer bei der Stange zu halten. Nicht einmal die Hälfte (gerade mal 15 Personen) unserer Rehasportler nützt die beiden Sportangebote, eben das Walken im Ehrenbachtal und die BmG am Freitagabend.

Seit Oktober ist die Walkinggruppe eine weitere Rehasportgruppe und läuft über die Verordnung. Denn die AKKU Tagesstätte wollte in ihren Räumlichkeiten ein nieder-schwelligeres Angebot. Viele Klienten schaffen den Schritt nach außen einfach nicht und in Coronazeiten kommen noch mehr Ängste dazu. Von daher haben wir jetzt dort in der AKKU ein Angebot, das abwechselt zwischen einer einfachen (Sitz-) Gymnastik und leichtem Qi Gong. Hier können sogar gehbehinderte Menschen, oder, was uns besonders freut, unsere langjährige Rehasportlerin Bärbel im Rollstuhl teilnehmen. Jeder kann sich anmelden, es hat aber nichts mit dem eigentlichen Rehasport des TSV zu tun. Außer, daß die beiden Übungsleiterinnen Verena und Sibylle dieselben sind.

Die Freizeiten: Immerhin, wir konnten noch zum Langlaufen ins Tannheimer Tal (vom 23.-27. Januar 2020), bei traumhaftem Schnee und ebensolchem Wetter. Wieder waren ehemalige Übungsleiter mit dabei, Martin, Sonja und Ali, so daß schon allein diese Freizeit eine absolut „inklusive“ war. Das Wort ist ja geradezu inflationär.

Auch unsere inklusive Hüttentour „Bergwandern für die Seele“ (vom 5.-7.September) konnte durchgeführt werden. Das 3. Mal zusammen mit dem DAV Reutlingen und deren Wanderleiterin Inge Schumacher. Der ausführliche Bericht kommt in der DAV Zeitschrift Der Alpinist und wird auf die Homepage hochgeladen. Hier nur ganz kurz: wir waren 11 Teilnehmer mit etwas größeren Rucksäcken, weil wir, was wohl? Richtig, wir mussten den wärmeren Schlafsack und ein Leintuch zusätzlich mitschleppen, wegen Corona. Haben wir aber auch geschafft. Die Tour selbst in den Tannheimer Bergen (Otto-Mayr-Hütte und Bad Kissinger Hütte) war zwar anspruchsvoll was die Wegbeschaffenheit anbelangte, aber die Tagestouren waren nicht so lang wie sonst. Zum Großteil war es eine nebelige und leicht feuchte Angelegenheit, aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Was waren wir froh, daß wir überhaupt raus konnten in die Berge. Leider wurde uns die Herbstfreizeit im Oktober von unseren Gastwirten in Tannheim abgesagt, ihnen wurden all die Regellungen auch zu viel.

Halbtageswanderungen: Auch dieses Jahr waren wir an 3 Nachmittagen unterwegs, um draußen zu sein und uns auf die Hüttentour vorzubereiten. Die Eingangstour ging traditionell übers Ehrenbachal zum Cafe Kemmler nach Wankheim, die zweite, schon anstrengender, über den Uracher Wasserfall zur Kreuzhütte mit tollen Ausblicken, und die dritte verlegten wir wetterbedingt auf die andere Seite des Traifelbergs: auf dem Weg zum Lichtenstein erreichten wir gerade noch rechtzeitig den einzigen Unterstand auf der Strecke, um das Ende der Sintflut abzuwarten. Wir waren immer zw. 8 und 10 Wanderer!

 

  1. Inklusionssporttag im Sportinstitut (am 2. Februar 2020) 

Unsere Rehasportabteilung war extrem gefordert um  hierfür etwas auf die Beine zu stellen. Wir bastelten Fotos der vergangenen 25 Jahre auf große Stellwände und füllten den Beamer mit einigen hundert Bildern zum durchlaufen. Unterstützt wurden wir (Andreas, Angi, Klaus und Sibylle) dabei von Felix (Vorstand des TSV) und von Petra, Dani und Micha am Stand. Diese Arbeit haben wir uns nicht umsonst gemacht, denn bei unserem Jubiläumsfest im Herbst wollten wir diese Informationen eigentlich wieder verwenden. Ursprünglich war dieses ja für den Herbst des Jahres 2020 geplant. 

Coronaregeln und kein Ende in Sicht – und vor allem viel mehr Arbeit für die Übungsleiter und für mich, mit Infos, Listen anfertigen, Listen wegschicken, Coronaregeln zur Kenntnis nehmen und beachten. Und dies paradoxerweise für weniger Geld. Denn wir konnten ja nur ein Bruchteil der sonstigen Sportkurse anbieten und von daher auch nur ein Bruchteil „verdienen“. Aber, wie ich auf mehrere Anfragen hin erfahren durfte: für Übungsleiter und Honorarkräfte gibt es keinerlei finanzielle Unterstützung. Für Leute, die auf diese „Zusatzeinnahmen“ angewiesen sind, ist das hart.

Sibylle Hornberger, Abteilung Rehasport